Kosten der PV Speichertechnik



Der Photovoltaik Batteriespeicher Preis wird entscheidend von der eingesetzten Technologie bestimmt. Batterien auf Bleibasis sind im Verhältnis zur Kapazität kostengünstiger:

  • SunPac von Solarworld auf Bleigel-Basis speichert 11,6 kWh und kostet 10.500 Euro (März 2013), es ist so groß wie ein größerer Kühlschrank.

  • IBC-Solar-Batterien auf Lithium-Ionen-Basis speichern 3,5 kWh und kostet rund 10.000 Euro, sie sind etwas kleiner als die Blei-Gel-Lösungen. Diese bietet der Hersteller ebenfalls an.

Diese Beispiele sind plakativ und verraten nicht einmal die halbe Wahrheit. Denn für die halbwegs realistische Bewertung muss erwähnt werden, dass die Blei-Gel-Akkus rund 2.500 Ladezyklen überstehen (im Optimalfall 3.000), bei Lithium-Ionen-Batterien geht man von 6.000 bis 7.000 Zyklen aus. Damit müsste ein Blei-Gel-Akku je nach Nutzung nach rund sieben Jahren ausgetauscht werden, beim Lithium-Ionen-Akku sind es möglicherweise 18 Jahre, womit der Kostenvorteil nicht mehr so eindeutig für den Bleiakku ausfällt.

Entscheidungsmotive für eine Technologie



Blei wird aufgrund der höheren Speicherkapazität in Relation zur Größe gewählt. Und nicht zu vergessen:
Photovoltaik Kosten
Bleiakkus gibt es schon weit über 100 Jahre, die Technologie ist im Gegensatz zur Lithium-Ionen-Lösung erprobt.

Käufer, die einen Photovoltaik Batteriespeicher anschaffen, sehen den Endpreis im Verhältnis zur Speicherkapazität. Im Hinterkopf bleibt nach Betrachtung der verschiedenen Möglichkeiten: Ich kann mit Blei über 11 kWh für 10.000 Euro speichern, mit Lithium-Ionen sind es 3,5 kWh etwa für denselben Preis. Lithium-Ionen soll länger halten, schön. Wer hat das schon ausprobiert? (Niemand, es gibt die Akkus erst seit zwei Jahren.) Wie viel Platz habe ich im Keller? - Ich entscheide mich für Blei. Andere Käufer fahren seit vier Jahren ein Pedelec, was zur Zielgruppe passen dürfte, und sind mit dem E-Bike vor anderthalb Jahren von Blei- auf Li-Ion-Akkus umgestiegen, ihre Entscheidung fällt daher auch beim Photovoltaik Speicher entsprechend aus. Die Entscheidung ist tatsächlich sehr schwierig und wird von Emotionen ebenso wie von den Marketingstrategien der Hersteller getrieben. Ein sehr wichtiger Fakt ist der verfügbare Platz für die Unterbringung der Akkus. Diese haben stets in etwa Kühlschrankgröße, irgendwo müssen sie im Hauswirtschaftsraum oder Keller stehen. Der Käufer wird sich schon bei der Anschaffung fragen, ob er nach einem Jahr - wenn er festgestellt hat, dass die Kapazität eines Lithium-Ionen-Akkus nicht reicht - eine zweite Batterie danebenstellen kann.

Kostenbeispiele

Es gibt verschiedene Berechnungsgrundlagen, die zudem aufgrund der rasanten Entwicklung im Jahrestakt neu aufgestellt werden. Eine lautet, dass Bleiakkus für rund 300 Euro eine Kilowattstunde Strom speichern, bei Lithium-Ionen sind es um 960 Euro. Es gibt aber auch andere Rechnungen, zudem muss immer die höhere Zahl von Ladezyklen und die viel bessere Tiefenentladung von Lithium-Ionen-Akkus in Rechnung gestellt werden. Die Gesamtrechnung wird dabei so komplex, weil schließlich auch das Verbrauchsverhalten des Hauses als Faktor hinzukommt, dass eine wirklich seriöse Kalkulation kaum noch möglich erscheint. Deshalb bieten die Hersteller einen Photovoltaik Speicher aktuell für rund 10.000 Euro an (vielfach für 9.100 bis 9.800 Euro) und Punkt. Damit kann der Kunde eine Weile leben, egal auf welcher technologischen Basis. Die hier vorgestellten Rechnungen basieren komplett auf Annahmen, Angaben der Hersteller (mehr oder weniger zuverlässig) und Hochrechnungen. Es gibt weitere Aussagen aus verschiedenen Quellen. So soll eine Blei-Säure-Lösungen Kosten von rund 40 Cent kWh Strom verursachen, bei Lithium-Ionen-Lösungen sollen es 50 Cent sein (jeweils pro gespeicherter und anschließend entnommener Kilowattstunde). Diese Rechnung passt mit dem oben Erwähnten schon nicht mehr zusammen. Wer die Kostenrechnung seriös aufstellen will, muss folgende relevanten Parameter einfließen lassen:

  • Kosten des Speichersystems

  • Speicherkapazität in kWh

  • Anzahl der Vollzyklen

  • Entladetiefe des Systems in Prozent

  • Systemwirkungsgrad in Prozent

Anbieter, die nicht alle diese Parameter bekanntgeben, sollten eher gemieden werden. Selbst wenn alle Angaben vorliegen, müssen sie nicht auf Langzeitmessungen beruhen. Sie können es im Falle von Lithium-Ionen-Akkus gar nicht, bei Bleiakkus wurden auch noch nie Batterien in der für die Photovoltaik Speicherung nötigen Kapazität getestet. Das klingt schwierig und ist es auch, bei neuen Technologien sind das aber übliche Einführungsprobleme.





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